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Meute

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Cool hinausposaunt

Humptata und »dicke-Backen-Musik« ade – stattdessen Tumult und Remmi Demmi – die Hamburger Band Meute interpretiert Blechmusik neu. Das Musik-Projekt, das aus einem Dutzend Drummer und Blechbläser besteht, holt sich seine Inspiration aus der elektronischen Szene. Eine fast archaisch anmutende Ansammlung von Blechblasinstrumenten und Schlagwerkzeug bildet die Basis einer neuartigen Stilkreation: treibender, hypnotisierender Techno meets Pauken und Trompeten.

Als überliefert gilt, dass die Idee zu dieser Symbiose aus Elektronik und Blech in einem Berliner Club geboren wurde. Der studierte Jazztrompeter Thomas Burhorn beobachtete den DJ am Pult des Clubs und hatte spontan die Idee, selbst Techno oder Deep House zu spielen. Zurück in Hamburg nahm er sich sechs Klassiker der Clubmusik vor und arrangierte sie neu für Tuba, Posaune, zwei Trompeten, drei Saxofone, drei Schlagzeuger und eine Marimba.

Meute-Chef Burhorn pflegt einen minimalistischen Stil: Er verzichtet auf irre Tempi und virtuose Einlagen. Seine Arrangements bewahren weitgehend die Harmonie und den Rhythmus der elektronischen Originale. Gesang oder Improvisation: Fehlanzeige.
Die Virtuosität drückt sich in der Präzision aus, wie die elektronische Ästhetik möglichst exakt nachgeformt wird. Dieses Rendezvous von Elektronik und Handwerk macht den Sound von Meute unverwechselbar. Erhalten bleibt die hypnotische Monotonie des Elektro; die sterilen Sounds aus dem Computer werden allerdings durch die wärmer klingenden Bläser ersetzt.

Burhorn selbst hat Jazztrompete und Kulturmanagement studiert; er hat für Fettes Brot, Thomas D. und Kettcar gespielt, und er bringt Studenten an der Musikhochschule bei, wie man sich selbst vermarktet. Sein Credo: »Ein Projekt wird dann eher erfolgreich, wenn man die Idee mit wenigen Worten auf den Punkt bringen kann.« Für Meute funktioniert das mit dem Begriff: »Techno-Marching-Band«.

So weit so gut: ungewöhnliche Idee, professionell umgesetzt. Der Knaller jedoch kommt Ende 2015: Nach der Veröffentlichung ihres ersten Videos auf Youtube hatten Meute innerhalb einer Woche mehr als 400.000 Klicks. Selbst die Originalinterpreten der Songs waren begeistert. Das Berliner House-Duo Âme zum Beispiel kommentierte die Coverversion seines Song Rej mit den Worten: »Wer sagt jetzt noch, dass Deutsche Funk nicht können?« Und der portugiesische House-Produzent Gonçalo, von dem Meute das Stück Mental Help entliehen haben, schrieb auf Facebook: »Ich bin so stolz. Es ist herrlich, zu sehen, wie sich elektronische Musik in einen klassischen Track verwandelt. Großartige Leistung!«

Meute hat anscheinend alles richtig gemacht: Mit ihrem Mix aus »Elektronik und Handwerk« hat die Band Erfolg und befindet sich gerade auf einem Höhenflug. Kein Wunder, denn diese Crew muss man einmal live gesehen haben: Die physische Wucht macht spürbar, woher die Redewendung »mit Pauken und Trompeten« kommt. Besonders energisch vermittelt sich das, wenn sie nicht auf einer Bühne stehen, sondern im »musikalischen Dutzend« marching-mäßig spontan eine Straße oder einen Park zum Club umfunktionieren und den öffentlichen Raum innerhalb von Minuten in eine Tanzfläche verwandeln. Der bekannte Blogger »Schlecky Silberstein«, meint dazu nur: »Wie obergeil ist das denn bitte?«

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Support: Pupkulies & Rebecca

Janosch Blaul, Rebecca Blaul und Sepp Singwald spielen sich schon seit 2006 als Trio durch die Clubs, haben Auftritte auf Konzertbühnen und Festivals in ganz Europa. Leichtfüßig, experimentell, minimal: Die emotionalen Popchansons von »Pupkulies + Rebecca« erschließen ein Klangspektrum, in dem ganz unterschiedliche musikalische Stile eine nahezu magische Symbiose eingehen. Sie selbst beschreiben ihre Musik als »elektronischen Chanson«. Es finden sich Elemente von House, französischem Chanson, Folk und auch der Musik der afrikanischen Insel Cabo Verde in ihren Klängen.

Wenn sich verschiedene Musikstile und Menschen aus unterschiedlichen Orten auf die Suche begeben, dann kreuzen sich ihre Wege ganz oft in Berlin. Und dort haben sich auch Janosch und Sepp kennen und schätzen gelernt. Als Band lassen sie sich gerne von anderen Stil-Richtungen inspirieren: »... die verschiedenen musikalischen und auch die instrumentalen Einflüsse machen das Arbeiten an der Musik so spannend. Gerade auch wenn man mit neuen Musikern zusammen spielt«, meint Janosch. Das Ergebnis dieser künstlerischen Haltung ist moderner Clubsound, gepaart mit traditioneller Weltmusik.

Häufig finden Rebecca, Janosch und Sepp ihren Weg auf eine spielerische Art. Das hört man ihren Songs auch an und hat selbst Spaß dabei. Auf ihren Alben kombiniert das Trio analoge Synthesizer und akustische Instrumente mit pulsierenden Housebeats. Und obendrauf gibt’s den lyrischen, hingehauchten Gesang von Rebecca – mal in Englisch, mal in Französisch, sogar mal im Kreol der Kapverden. In der deutschen Musiklandschaft gibt es wahrscheinlich keine Band, die ähnlich klingt und so einen tanzbaren Sound abliefert.

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