Programm-Details

Hafentour: Rückblick

Geglückt und beendet: Die Entdeckertour

Wandelkonzert und Kulturspaziergang

Pünktlich wie geplant, startete die Hafentour im Kulturspeicher mit einer kurzen Ansprache des Kulturreferenten Muchtar Al Ghusain. Der war ziemlich überrascht, dass die Kürnacher Band Bräss Bändl ihm ein Geburtstagsständchen spielte und das Publikum sogar mitsang.

Danach ging's Schlag auf Schlag: Viele wanderten gleich zur Kabinettausstellung mit den malerischen Werken des Dichters Dauthendey, ließen sich in der Museumspädagogik zum Mitmachen anregen und hören immer wieder Bräss Bändl zu, die im Museum umherwanderten.

 

1. Kulturspeicher – das Museum

Künstler aus aller Welt zeigt die Sammlung Ruppert. Sie ist der Konkreten Kunst gewidmet. Deren Anliegen ist, gegenstandsfreie Werke zu schaffen, die nicht mehr bedeuten als das was man sieht. "What you see is what you get" sozusagen: Eine Linie ist eine Linie, ein Fläche eine Fläche und eine Farbe eine Farbe. Aber was man damit alles machen kann! Interessant auch die malerische Ausdrucksform des Dichters Dauthendey und die Städtische Sammlung mit Werken vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

2. Die Museumspädagogik

Das Team für die Kunstvermittlung im Museum hatte einiges in petto für das interessierte Publikum. So konnte man ein Puzzle aus einem Werk von Max Bill (Konkreter Künstler aus der Schweiz, 1908–1994), selber Malen, zuhören und sich viel erklären lassen.

Das Angebot wurde gut genutzt, denn Selbermachen macht einfach Spaß.

3. Die MiKs – die Jungen Freunde

Bei den MiKs "Junge Freunde des Kulturspeichers e. V." konnte das Publikum Kunst erfahren. Ein Gag, der gut ankam, war die Polaroid-Aktion mit Ente, Verkleiden und Klimbim.
Das Motto der MiKs: Kunst ist für alle da – und wir möchten sie gemeinsam erleben! war damit gut rübergebracht.

4. Die MS Zufriedenheit

Der Club mit Restaurant, Biergarten und Museumscafé hatte seine schöne Terrasse + den Biergarten für die Hafentour geöffnet. Und wie es sich für einen echten Club gehört, gab von Echoes of Felidae live was auf die Ohren.

Übrigens hat der Club seinen Namen von dem Motorschiff (MS) Zufriedenheit, das dem Großvater eines der Inhaber gehörte. Er war ein fränkischer Flussschiffer, der Waren vom Main über den Rhein bis an die Nordsee transportierte.

5. Die BBK-Galerie im Kulturspeicher

Hier konnte das Publikum ZWIESPRACHE mit den Werken in der aktuellen Ausstellung in der BBK-Galerie halten. Akustisch unterstützt vom Duo Thomas Listl (Piano) und Janosch Korell (Kontrabass). Jazzliebhaber kamen voll auf ihre Kosten und alle anderen hörten auch gern zu.

6. Druckwerkstatt

Kristin Finsterbusch, Künstlerin und Werkstattleiterin, zeigte in drei Vorführungen ganz praktisch die Vielfältigkeit der künstlerischen Drucktechniken. Flachdruck (z. B. Lithographie), Hochdruck (z. B. Holzschnitt), Tiefdruck (z. B. Radierung)

Als öffentliches Atelier für manuelle Drucktechniken bietet die Werkstatt viele Möglichkeiten, eigene Originalgrafik zu drucken. Da zeigten sich doch einige interessiert, sich bei nächster Gelegenheit selbst mal kreativ zu betätigen. Bei Kosten von 5 Euro pro Stunde (max 15 Euro, wenn's den ganzen Tag dauern sollte) kein wirklich kostspieliges Vergnügen.

7. Chillen im Theaterloft

Thekenbetrieb und Live-Musik im Theaterloft destanzSpeicher. Vom Duo Individualist gab's satten, groovigen und minimalistischen Deep House Style. Das fanden viele gut und nutzten die Location zum Abhängen und Genießen.

8. Das Theater tanzSpeicher

 
Im Theatersaal im Basement zeigte das Team 'Appetizer' und Trailer eigener Produktionen. "Eine der wichtigsten Adressen Bayerns für den zeitgenössischen Tanz" (Zitat aus dem Magazin 'Die Deutsche Bühne') haben wir in Würzburg. Und so gab es durchaus Nachfrage nach den kommenden Vorstellungen nach der Sommerpause.
Die nächste Premiere ist am 20. Oktober und heißt "Vertrauen". Ein Stück mit politischem Anspruch, das künstlerische Grenzen überschreitet und auch andere Kunstformen nutzt. So gibt es Videoinstallationen zu sehen und die Tänzer*innen werden von zwei Schauspielern begleitet. Also richtiges Tanz-"Theater".
Zur Saisonöffnung jedoch wird das Theater TanzSpeicher seine Gäste mit "Shortcuts" begrüßen: Einblicke in hier entstandene Produktionen, die Lust auf mehr machen sollen.

9. Das Bockshorn

 

Das Bockshorn ist eine der bedeutendsten Kabarettbühnen im deutschsprachigen Raum. Theaterchef Repiscus hat seine Sommerpause gerne unterbrochen und die Türen für die Hafentour geöffnet. Der junge Kabarettist Robert Alan hat gleich drei Mal gezeigt, was er drauf hat und warum man ihn diverse Male für preiswürdig empfand (Preis für Junge Kultur, Scharfrichterbeil etc.). Vielleicht war der eine oder andere Dialog mit dem Publikum mehr Realsatire als Kabarett. Aber weiß's man's?

10. Oskar-Laredo-Platz

Der Ort vor dem Kulturspeicher ist die Adresse aller Kulturspeicher-Anrainer.
Namensgeber ist der Würzburger Kunstgewerbehändler, königlich-bayerische Hoflieferant und Förderer der Modernen Kunst Oskar Laredo (1878–1966), der 1937, nach einem Jahr KZ-Internierung, gezwungen wurde, in die USA zu emigrieren.
Hier waren die Kasse und der Infostand aufgebaut und es gab Gelegenheit zum Ausruhen und Austausch auf den Fat Boys.

11. Festivalbereich

Um 20:30 Uhr heizte das Duo Are&Bee in eindrucksvoller Weise den Zuhörer*innen ein. Eine gute halbe Stunde füllten Bassgitarre und Bluesstimme das Areal am Alten Hafen. Dem Publikum hat's gefallen, was der begeisterte Applaus bewies.

Das Schlusskonzert um 21:30 Uhr war ein gebührendes Finale dieses bunten eindrucksreichen Streifzugs. Wie versprochen, rockten Red Manhole die Hafensommer-Bühne. Zwar hatten sich Aggi (drums) und Fred, der imaginäre weiße Hund im schwarzen Smoking, entschuldigen lassen, dennoch war das Schlagzeug super besetzt. Und jetzt wissen auch wirklich Alle etwas mit "PolkaPunkBeatJazz" anzufangen – zumindest die Glücklichen, die dabei waren. Begeisterung, Applaus, Applaus!

12. Kunstschiff ARTE NOAH

EIN.FLUESSE heißt die aktuelle Gruppenausstellung auf dem „Boot“ des Kunstvereins Würzburg e. V.. Junge kreative und phantasiebegabte Schüler*innen aus dem Fachbereich Gestaltung an der FOS Würzburg zeigen ganz unterschiedliche künstlerische Positionen. 
Und, wie versprochen, gab es auch die kleine Prämie für die zwölf Stempel auf dem "Steuerrad". Freu!

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