Beginn: 20:30Uhr
LIEBE | TOD | TEUFEL - DAS STÜCK
Tanztheater
"Üben, Schönheit zu sehen"
17,-/erm. 14,- €
im Anschluss ...
Kino: Sprich mit ihr (R: Pedro Almóvar, Spanien, 2002)
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von 
Restaurant Lumen, Würzburg
LIEBE | TOD | TEUFEL - DAS STÜCK – Ben J. Riepe Kompanie (D)
Choreografie, Künstlerische Leitung: Ben J. RiepeKino: Sprich mit ihr (R: Pedro Almodóvar, Spanien 2002, 112 Min., FSK: ab16)
Gastauftritt des Pina Bausch Ensembles zum Filmbeginn mit ‚Café Müller‘ und am Ende mit ‚Masurca Fogo‘.
„Zwei ungewöhnliche Paare kämpfen mit den kommunikativen Missständen und der Tragik der Liebe: Mit dem Melodram ‘Sprich mit ihr - Hable con ella‘ ist dem spanischen Regisseur Pedro Almodóvar sein bisher schönster und reifster Film gelungen (…) Das einst Groteske, Burleske und Makabre in Almodóvars früheren Filmen ist in ‘Sprich mit ihr‘ dennoch endgültig einem sanften, indes nicht weniger kauzigem Humor gewichen, den vor allem Javier Cámera als Benigno hinreizend vermittelt. Und herzzerreißend ist ein Liederabend mit dem Brasilianer Caetano Veloso, der ‘Cucurrucucú Paloma‘ singt. ‘Steine wissen nicht, was Liebe ist‘, heißt es darin. Wer da nicht weint, ist tot.“ (Oliver Hüttmann, Spiegel-Online)
„Dieser zärtliche und wahnsinnige Film ist nach dem mit einem Oscar und den höchsten internationalen Preisen ausgezeichneten ,Alles über meine Mutter‘ (1999) das neue Meisterstück eines wilden, melodramatischen, luziden Filmemachers, bei dem sogar Geraldine Chaplin in einer prägnanten Nebenrolle großartig ist.“ (Blickpunkt Film)
de.wikipedia.org/wiki/Sprich_mit_ihr
Mit dem Anliegen „Üben, Schönheit zu sehen“ realisierte der Düsseldorfer Choreograf Ben J. Riepe mit seiner Kompanie eine fünfteilige Tanzperformance-Serie. Auf ihr basiert seine jüngste Arbeit „LIEBE | TOD | TEUFEL - DAS STÜCK“. Sie setzt dort an, wo die Serie mit ihren unterschiedlichen Formaten (Installation, Bühnenstücke, Open-Air-Performance) zu neuen choreografischen Mitteln und Ausdrucksformen geführt hat. Hier geht es nicht um formale Konventionen des Tanzes, neben Bewegungen des klassischen Balletts stehen Gesten und Gebärden des Alltags; Bruchstücke aus Musik, Stille, Körper, Sexualität, Bedeutung, Bewegung, Abhängigkeit, Künstlichkeit erzeugen eine grotesk-glamouröse Atmosphäre.
Ben J. Riepe, der Tanz und Choreografie an der Essener Folkwang Hochschule studierte, bei NEUER TANZ in Düsseldorf arbeitete und als Gasttänzer im Ensemble von Pina Bausch im Wuppertaler Tanztheater war, wurde 2008 von der Jury der Tanzplattform Deutschland zu einem der wichtigsten deutschen Choreographen gewählt. Seine Inszenierungen zeichnen sich durch eine große Lust an Bildern und (barocken) Kostümen aus. Ästhetisch-morbide Szenerien entstehen, die man genießen kann wie ein glamouröses, rätselhaftes Defilee. Riepe ist auf der Suche nach einer zeitgemäßen, zeitkritischen und zukunftsorientierten Kunst, die jenseits der Narration, Psychologisierung und tänzerischen Konvention die eigenen Erwartungshaltungen und die der Zuschauer durchbricht. Komponist Alex Alves Tolkmitt studierte klassische und brasilianische Gitarre in Brasilien sowie klassische Komposition am Konservatorium in Bern. Der gebürtige Brasilianer entwickelt Musik für Theater, Tanz und Film.
Tanz: Fa-Hsuan Chen, Deborah Gassmann, Challenge Gumbodete, Simon Hartmann, Linda Nordström, Daniel Ernesto Müller Torres. Musik: Alex Alves Tolkmitt. Kostüme: Anna Kleihues. Licht, Technik: Dimitar Evtimov. Produktionsleitung: Jan Riepe.
„(…) dass mit gutem altem Tanz, das heißt mit hübsch fließender Bewegung in einem Tanzstück nicht mehr gerechnet werden darf. Einige Kollegen Riepes lieben es in jeder Hinsicht minimalistisch, das kann man von ihm nicht sagen. Die Kostüme und Masken (Anna Kleihues) haben beträchtlichen Schauwert, die Damen tragen Stöckelschuhe und manchmal nackten Oberkörper, die Musik schwelgt, ein Hirsch schaut dem Treiben zu. Und die Choreografie selbst ist anspruchsvoll, wenn auch sparsam. Wie sich zwei Tänzerinnen wiederholt im Lotussitz verknoten, auf den Bauch legen und ihren Unterkörper zu einer Art breitem Fischschwanz machen, ist sensationell. Und auf ungewohnte Art poetisch. Überhaupt steckt immer wieder Poesie in den Bildern, die einerseits voller Künstlichkeit und Zeremoniell sind, andererseits schon durch die Tiermasken über Menschenkörpern diffuse Gefühle wecken.“ (Sylvia Staude, FR-Online.de)
„Und eines wird klar: Mit seiner originellen Bildersprache, mit der Organisation von Spannung und dem surrealistischen Wirbel seiner Werke dürfte Ben J. Riepe sich auch international einen Namen machen.“ (Thomas Hag, NRZ)
„Ben J. Riepe und seinen Tänzern und Tänzerinnen gelingt es, eine verstörende Welt zu erzeugen mit ausdrucksstarken Bildern, die beim Zuschauer noch lange haften bleiben.“ (Dagmar Kurtz, Theaterkompass.de)
„Satire, irony, brutality, self-destruction, rebellion against apathy all mounted to a final score of triumph of the human spirit.“ (Vayu Naidu, The Hindu, India)





