Beginn: 20:00Uhr
Helgi Jonsson / Carolin No
Doppelkonzert
"Quiet is the new loud"
AK 12,-/erm. 9,- €
Helgi Jonsson (Island)
“Icelandic Pop & melancholic Songwriting“
Helgi Hrafn Jonsson wird 1979 in Reykjavik, Island, geboren. Mit sieben Jahren beginnt er Posaune zu spielen, zwischen seinem 13. und 18. Lebensjahr ist er Mitglied in einer Jazzband, mit der er in Europa und in den USA auf Tour geht. Nach seinem Abschluss am Reykjavik College of Music beginnt er 1999 in Graz zu studieren. Nach dem Studium zieht er nach Wien, insgesamt lebte er sechs Jahre in Österreich und spielte währenddessen mit verschiedenen Bands (u. a. mit jbbg!), wobei er auch mit internationalen Künstlern wie Björk und Arvo Pärt zusammenarbeitete. Nach der Zeit in Österreich entwickelte sich der Multiinstrumentalist (neben Posaune spielt er auch Gitarre und Klavier) immer mehr zum singenden und schreibenden Pop-Künstler.
Unverwechselbar ist die außergewöhnliche, zerbrechlich und androgyn anmutende Stimme, mit der der selbstbewusste, manchmal aber auch schüchterne Künstler seiner Musik eine magische Aura verleiht. Jonsson will Kontrapunkte setzen, will ein Geflecht feiner Beziehungen zwischen Song, Sound und Text spinnen, ohne den Weg zu gehen, den der Pop normalerweise nimmt: „da denkt ja keiner mehr linear, man dient sich eher der Maschinerie an.“ 2005 erscheint dann auch sein erstes Album „Gloandi“. Als er beginnt, mit Sigur Rós auf Tour zugehen, ist er erst Teil der Band, später tritt er allein als deren Supporting Act auf. Im Oktober 2009 folgt sein zweites Album „For The Rest Of My Childhood“, das er mit Valgeir Sigurdsson (Produzent und Toningenieur für Künstler wie Björk, Bonnie Prince Billy, Camille, Cocorosie) in Reykjavik produziert und aufgenommen hat. Das Cover wurde von Alex Somers designt, der sich auch um das Artwork von Sigur Rós kümmert. „For the Rest of my Childhood“ wurde vom Kraumur Music Fond als eines der sechs außergewöhnlichsten Alben des Jahres 2009 ausgezeichnet (eine der fünf anderen prämierten Bands war übrigens Hjaltalin – siehe Hafensommer 2009!). Und irgendwie klingt das Werk wie eine Vertonung des Lebens an und für sich. Geheimnisvoll, echt, tragisch und grandios zugleich.
„Musik, die einerseits von äußerster Fragilität und zum anderen Teil von innerer Stärke und Souveränität zeugt. (…) Ein Diamant, bei dessen herzerwärmenden Songs es einem eiskalt den Rücken hinunterläuft.“ (zoolamar.com)
„Helgi Jonsson hat aus dem Dunst der isländischen Geysire ein magisches Funkeln hervorgezaubert. (…) Die Intensität dieser Platte treibt einem Tränen der Rührung in die Augen.“ (Visions)
„Dazu hat er, was vielen abgeht: eine Stimme, an die man sich erinnert.“ (BF, Ali Edelhofer)
„Die CD voll mit sensiblen, aber kraftvollen, sehr transparenten, aber dabei sehr farbigen Songs gibt mir beim Anhören jedes Mal Gänsehaut.“ (Kurier)
„Die überwältigenden Klangarrangements kombiniert mit der oft zerbrechlichen Stimme des jungen Isländers ergeben eine weite Gefühlslandschaft - von Unsicherheit und Traurigkeit, über Hoffnung und Zuversicht, bis hin zu Aufbruch und völliger Losgelöstheit (…) liefert er eine verfeinerte Fortsetzung seines Debüts ab, auf der er sich noch mehr vom zu oft mit Gitarre untermalten Singsang seiner Kollegen distanziert.“ (Juliane Sondermeyer)
Carolin No (Deutschland)
"Hinreißend, kraftvoll und doch zart"
Carolin No – das sind die Sängerin Caro Obieglo und der Pianist Andreas Obieglo. Nach der Veröffentlichung zweier Coveralben debütierte das junge Songwriter-Duo im Jahr 2007 unter dem Namen „Carolin No“ mit einem ausschließlich aus eigenen Songs bestehenden Album. Dazu inszenierten die beiden ein Konzertprogramm voller emotional geprägter Harmonie im Zusammenspiel von Gesang, Klavier, dezenten elektronischen Elementen und feinfühlig eingespielten Videoeffekten. Im Vordergrund stehen dabei stets der unter die Haut gehende, ausdrucksstarke Gesang von Caro und das einfühlsame Spiel von Andreas.
Der musikalischen Ausrichtung von Carolin No sind keine festen Grenzen gesetzt. Wenn auch Elemente der Singer/Songwriter-Tradition und des Chansons sowie Anleihen aus Klassik und Pop erkennbar sind, haben sie doch einen völlig eigenen und von anderen Genres der Musik unabhängigen Stil entwickelt. Stille, intime Popsongs – manchmal folkig, manchmal sphärisch, selten laut und irritierend. Es geht in ihrer von minimalistischer Ästhetik geprägten Musik immer auch um die Töne, die sie nicht spielen, und in den Texten um die Dinge, die sie nicht sagen. „Uns ist klar geworden, dass unsere Musik nicht viel mehr braucht als Stimme und Klavier.“ Wer die beiden bereits auf einem Konzert erlebt hat, wird dies nur bestätigen. Es ist erstaunlich, wie viel wenig sein kann. Bestechend dabei die Ruhe, Konzentration und Gelassenheit, mit der die beiden auf der Bühne agieren. Unterstützt wird das Duo beim Würzburger Hafensommer von dem Gitarristen Haiko Heinz und dem Schlagzeuger Uwe Breunig. Das eingespielte Team tourte weltweit unter anderem mit Mellow Mark und Culcha Candela. Carolin No sind ganz aktuell Preisträger des „Nachwuchsförderpreises für junge Songpoeten“ 2010 der Hanns-Seidel-Stiftung, der im Rahmen des Liedermacherfestivals „Songs an einem Sommerabend“ bei Kloster Banz (Bad Staffelstein) verliehen wird.
Caro Obieglo: Gesang, Klavier, Akkordeon
Andreas Obieglo: Klavier, Gitarre, Gesang, Ableton Live
„Filigran-minimalistisch oder dramatisch-zupackend.“ (Tagblatt, Schweinfurt)
„Hinreißend, kraftvoll und doch zart!“ (Rhön- und Saalepost, Bad Neustadt)
„Die beiden besitzen definitiv Star-Potential.“ (Mainpost, Würzburg)
„ (…) Momente völliger Sprachlosigkeit, in denen eine Gänsehaut die nächste jagt und man mit leicht offenem Mund da sitzt, still vor sich hin lächelt und einfach genießt.“ (Fränkische Landeszeitung, Ansbach)
„Der Sound von Carolin No mag speziell sein, aber genau das macht ihn aus. Er dringt in Nischen – und dort verklingt er nicht.“ (Mainpost, Würzburg)
„(…) überzeugend natürlich und trotz der oft melancholischen Songs ganz einfach sympathisch und sehr verbindlich.“ (Mittelbayerische Zeitung, Cham)



