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Datum:  Samstag, 07. August 2010
Beginn:  20:30Uhr

Knut und die herbe Frau / Fehlfarben

Doppelkonzert

"Glücksgefühle der deutschen Popgeschichte"

AK 19,-/erm. 16,- €

Knut und die herbe Frau (D)
"Indiepoptrobador – manchmal verrückt wie entzückt."
 

„Knut und die herbe Frau“ müssen leider aus dringlichen Gründen am 7. August den Termin als Vorband von Fehlfarben absagen, somit wird an diesem Abend ausschließlich Fehlfarben auftreten (aufgrund der zur Verfügung stehenden Zeit evtl. gar etwas länger ...). Einlass dann entsprechend später um 19:30, Konzertbeginn um 20:30.  


Fehlfarben (D)
"Ihr habt die Uhr, wir die Zeit"


Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von
hofmann keicher ring architekten, Würzburg


In den 80er Jahren treten Künstler ins Rampenlicht, die ganz bewusst in ihrer Heimatsprache singen. Diese Entwicklung geht jedoch nicht von späteren NDW-Spaßbands wie Frl. Menke oder Markus aus, sondern vor allem schon bereits Ende der 70er Jahre von einer Szene in Düsseldorf. Die Fehlfarben-Geburtsstunde lässt sich auf das Jahr 1979 zurückdatieren: Bands wie Mittagspause, Charley's Girls, DAF, Der Plan und SYPH spielen eine Rolle bei der Geschichte der Band, und mit Peter Hein, Thomas Schwebel, Frank Fenstermacher, Michael Kemner, Uwe Bauer und Markus Oehlen entsteht eine „regionale Supergruppe“. Bald folgt ein Vertrag mit der „ausbeuterischen, schrecklich monopolistischen Riesenfirma“ EMI, wie die Band sie scherzhaft bezeichnet. Ende 1980 erscheint das legendäre Debüt „Monarchie und Alltag“, eine der wichtigsten (und erfolgreichsten) Platten des deutschen (Post-)Punk, zweifelsohne ein unverzichtbarer Bestandteil im Kanon deutscher Pop-Historie.

Peter Hein war und ist als Texter und Sänger eine tragende Säule dieser Band, vielleicht der legitime Nachfolger eines Rio Reiser („Ton Steine Scherben“) und eine ähnlich einflussreiche Position einnehmend. Nicht wenige, die heutzutage auf Deutsch singen, haben von Peter Hein gelernt, ob sie wollen oder nicht. Herr Hein hat nämlich schon immer derart über alles Wichtige gesungen, dass es jeder verstehen konnte, und zwischen den Zeilen war das nicht Gesagte trotzdem da. Und das alles ohne Reime. In den Nullerjahren hat die Band ein Comeback in bestechender Form mit der starkes Scheibe „Knietief im Dispo“. Dank Jürgen Teipels erfolgreichem Doku-Roman „Verschwende deine Jugend“, der die deutschen New Wave/Punk-Anfänge nachzeichnet, sind die Vorreiter und Gallionsfiguren dieser Bewegung wieder gefragter denn je. Ende Februar 2006 melden sich Hein und Co. zunächst mit „26 1/2“ zurück, das ausdrücklich „kein Tribut und kein neues Fehlfarben-Album“ darstellt. Mit illustren Namen, darunter Helge Schneider, Herbert Grönemeyer, Sven Regner, Campino, Jochen Distelmeyer, Gudrun Gut, Bernd Begemann, Harry Rag, Francoise Cactus, Frank Spielker u. a. feiert die legendäre deutsche Band mit 18 Songs ihr 25-jähriges Bandjubiläum, das eigentlich schon 2004 fällig war.

Die Lieder der neuen Platte „Glücksmaschinen“ sind wahrhaftig gut, wahnsinnig knackig, druckvoll (die Betonung des Grooves auf der Höhe der Zeit), total entschlackt und voller Haken und Ösen, an denen man noch nach dem hundertsten Hören hängen bleibt. Daran ist z. T. sicher auch der Berliner Produzent Moses Schneider (Tocotronic, Kante, Beatsteaks) nicht ganz unschuldig. So viel Kraft und Klarheit, wie sie Fehlfarben im Jahr 2010 haben, wünscht man jeder jungen Band. Und dass die Düsseldorfer dreißig Jahre nach „Monarchie und Alltag“ mit „Glücksmaschinen“ so ein frisches und tanzbares Meisterwerk aus dem Ärmel schütteln, ist eine schöne Überraschung.

Peter Hein: Stimme; Michael Kemner: Bass; Frank Fenstermacher: Keyboards; Gitarre, Perkussion; Uwe Jahnke: Gitarre; Saskia von Klitzing: Schlagzeug; Pyrolator: Synthesizer, Klavier, Laptop.


"Ein Album, mit dem es sich auf den Ruinen des gewesenen Katastrophenjahrzehnts überraschen bequem stehen (tanzen) lässt, den kommenden Desastern gewappnet entgegenblickend. Widersportige Glücksmusik." (TBA)


„Musikalisch ist die Band ebenso am Punkt, wie mit den Texten. Keine Atempause!" (The Gap)


„(…) der gewichtigste Literat der deutschen Popgeschichte!" (kabeleins.de)


„Sie sind schon sehr lange da, bleiben eine Ausnahmeerscheinung und stehen irgendwo über den Dingen. So zeitlos, dass mancher glaubt, er höre die Zukunft, auch wenn man sich nicht an die Zeit hält." (Ox)


„Kraftvoll, kantig und kompakt" (Südkurier)


„Es geht tatsächlich voran! Für ihr neues Album ,Glücksmaschinen‘ werden die Punkveteranen Fehlfarben gefeiert wie zu ihren besten Zeiten." (Spiegel Online)


„(…) es ist das zweitbeste Album der Bandgeschichte. Mindestens, denn vielleicht findet man ,Monarchie & Alltag‘ ja nur so außergewöhnlich, weil es jeder in den Kanon der wichtigsten deutschen Platten einsortiert.“ (VISIONS)

www.fehlfarben.com


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