30.07.
21:30
7.-/6.- €
Kino: "Bonbonfarbenes Happening der Trashkultur"
MAMMA MIA!
(Phyllida Lloyd, GB/USA 2008, 109 Min, FSK: ab 0)
„Mamma Mia!“ ist eine anglo-amerikanische Musikfilmkomödie, basierend auf dem gleichnamigen Jukebox-Musical. Eine Mutter, eine Tochter, drei mögliche Väter und eine unvergessliche Hochzeit – Mamma Mia!
“Dass in MAMMA MIA! die touristische Bewirtschaftung der Abba-Mythologie nicht außer Kontrolle gerät, ist allein Meryl Streep zu verdanken. Sie gönnt sich manchen derben Spaß und genießt es sichtlich, einmal die Fifth-Avenue-Uniform abzulegen und in einem Jeans-Overall herumzulaufen. Aber sie nimmt ihre Rolle ernst und wagt sich schließlich sogar an eine große Arie: ‚The Winner Takes It All‘ bekommt hier eine Emphase, die mit dem Schönklang von ABBA nichts mehr zu tun hat.“ (FAZ)
„Mamma Mia! ist charmant, witzig, romantisch und mit viel Ironie inszeniert, was alles noch mal deutlich auflockert. Die malerische Mittelmeerkulisse verführt zum Träumen und am Ende klingen einem noch lange die besten Popsongs aller Zeiten im Gehörgang nach. Das Finale ist furios und obwohl man zwischendurch (leicht boshaft) das Ganze mit dem Titel Spice Girls meets Hellaswood versehen könnte, möchte man noch lange sitzen bleiben.“ (moviemaze.de)
„Löcher im Drehbuch? Schlichte Dialoge? Egal! Die Kinoversion des Musical-Hits „Mamma Mia!“ ist genauso wie die Abba-Lieder, auf denen sie basiert: manchmal peinlich, immer ein Riesenspaß, stets gut gelaunt – ein perfekter Film für den Sommer.“ (spiegel.de)
„Man muss sich auch einsehen in die Allgegenwart der Trashkultur in diesem Film, deren Machtübernahme in allen Lebensbereichen das postume Comeback erst möglich gemacht hat. Doch wenn schon Trash, dann wenigstens diesen: Meryl Streep singt ABBA, wie sie auf der Bühne Brecht gesungen hat: als leicht angesoulte Mutter Courage. Auf den Originalplatten gibt es keinen Anflug von Soul. Die von Björn und Benny überwachten exzellenten Arrangements tragen – wer hätte es gedacht – nun auch den stümperhaftesten Gesang.“ (Frankfurter Rundschau)
„Die unverwüstlichen Abba-Hits behalten, auch wenn sie von den Schauspielern gesungen werden, ihren Schwung, und einige Tanzszenen sind recht witzig arrangiert. Lustig ist es, wenn Ex-James-Bond Pierce Brosnan an der Felsenküste steht und, statt Schurken zu jagen, anhebt, „The Winner Takes it All“ zu singen. Er fiept und lispelt mehr, als dass er singt: „I don't wanna talk“.“ (TAZ)
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