Tony Allen
4. August – 20:30
Konzert: “Poly-Afrobeat-Pop-Groove - lebendige Musikgeschichte pur“
Tony Allen (Nigeria, Frankreich)
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von X-PO Design GmbH, Reichenberg und midlife CLUB, Würzburg
Tony Allen ist mit seinen Zauberstöcken eine im wahrsten Sinne des Wortes stilbildende Afrobeat-Legende („Without Tony Allen, there'd be no Afrobeat.“ – Fela Kuti). Schon in den Endsechzigern kam es in Kalifornien und Lagos mit Musikern wie James Brown, Sly Stone und Miles Davis zum wechselseitigen Kontakt. Allens unwiderstehlicher Rhythmus hat über die Jahrzehnte hinweg unglaublich viele Verehrer gefunden, und über ihn meint Brian Eno, selbst einer der Großen als Musiker und Produzent, Allen sei wahrscheinlich einer der großartigsten Schlagzeuger aller Zeiten. Der Status von Allen als Teil der Pop-Geschichte ist fast schon mythisch, seine Präsenz in verschiedensten Szenerien eher geerdet.
Federnde Fender-Rhodes-Riffs, vielfältige Beat-Patterns, komplexe dichte Arrangements, ausgeklügelte Polyrhythmik, hymnische Bläsersätze und energische Gesangslinien kulminieren in einem kochenden Kollektivsound und einem fesselnden Parforce-Ritt durch Groove-Parallelwelten – geradlinig, gleichzeitig funky und mit großer Finesse. Einen derart euphorischen Vorwärtsdrang findet man in der zeitgenössischen Popmusik selten. Die Roots dieser Musik liegen in den 60-er und 70-er Jahren, mit Fela Kuti und der Band „Afrika 70“ verewigte Allen den Afrobeat in den Geschichtsbüchern der Musik. Die10-köpfige Band wird auf der Hafenbühne mit einer raffinierten Melange aus nigerianischer Yoruba-Musik, Jazz, westafrikaischem Highlife, amerikanischem Funk und einer gehörigen Pop-Sensibilität einen furiosen und unverwechselbar hypnotischen Dauer-Groove zelebrieren, wie er authentischer und weltoffener kaum sein kann.
Allen ist zwar altersmäßig in den Sechzigern, künstlerisch aber im besten Sinne auf der Höhe der Zeit, was sein hochgelobtes neues Album „Secret Agent“ oder auch die Neugier und Hochschätzung vieler Kollegen aus dem Pop-Umfeld zuletzt zeigen – siehe z. B. die als Supergroup titulierten „The Good, The Bad & The Queen“ mit Allen, Damon Albarn (Blur, Gorillazz), Paul Simonon (The Clash), Simon Tong (The Verve) oder die aktuelle Zusammenarbeit mit Jimi Tenor. Sowohl die Detroiter Techno-Koryphäe Carl Craig wie auch der Berliner Dub-House-Champion Moritz von Oswald ließen sich zuletzt von Allen zudem zu Neuinterpretationen inspirieren.
„There is no question that Tony Allen is a genius, one of the greatest percussionists in the history of popular music“ (The Guardian)
„Tony Allen is a true don on the skins. Secret Agent is no less than living proof that the brother is ageing like fine wine and just getting better and better and better (…) all praises due to the afrobeat God in the flesh!“ (DJ Rich Medina)
„Tony Allen is one of the essential drummers – unfailingly compelling listening.“ (Daily Telegraph)
„Light as a breeze in the trees and as explosive as a stick of dynamite“ (MOJO)
„(…) das Allen’sche Sound-Destillat bleibt stets lebensbejahend und hypnotisch.“ (Stereoplay)
„A funky, jazzy masterpiece“ (Morning Star)
„(…) ein Gegenentwurf zum allzuglatten Mainstream-Rhythm-‚n’-Blues.“ (DIE ZEIT)
„Ein halbes Jahrhundert nigerianische Popmusikgeschichte (…).“ (Blue Rhythm)
„(…) ein Rhythmus voller Gold, Klasse und Freude.“ (FAZ)
„Der eigentliche Erfinder des Genres.“ (taz)




