Sister Fa
31. Juli – 20:30
Konzert: "Old school hip hop, African melodies, pure soul and social issues"
Sister Fa (Senegal, Deutschland)
Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von comacs GmbH, Würzburg
Die Biographie der Sängerin Fatou Mandiang Diatta, bekannt unter dem ‚Kampfnamen‘ Sister Fa, ist annähernd so spannend wie ein Krimi. Sie wird im April 1982 in Dakar (Senegal) geboren. Sehr früh beginnt sie erste Demo-Tapes zu produzieren und in Dakar zu verteilen. Geprägt von Durchhaltevermögen, Beharrlichkeit und Mut macht sie sich einen Namen als Rapperin und resolute Künstlerin, die trotz mancher Stolpersteine in Form überkommener Traditionen nie aufgibt. In ihrer Musik treffen sich senegalesische Rhythmen mit Rap-Beats, ihre einzigartige Stimme vereint mit bewundernswerter Leichtigkeit afrikanische Melodien mit puren Soul, Jazz und Reggae-Elementen und spart thematisch heiße Eisen wie Zwangsverheiratung, Genitalverstümmelung und wirtschaftliche Ungerechtigkeiten nicht aus.
Im Jahr 2002 dreht der französische Produzent Philipp Mogan eine Dokumentation über Sister Fa, in der sie die senegalesische Rap-Szene präsentiert. 2005 gelingt ihr die Veröffentlichung des ersten Soloalbums im Senegal und sie bekommt den Preis für die beste Neuentdeckung des Jahres. Sister Fa nutzt ihre wachsende Popularität und ihre Musik, um ihren Einsatz für soziale Themen und vor allem für die Situation der Frauen in ihrem Land voranzutreiben. Im März 2006 zieht Sister Fa zu ihrem Mann, einem österreichischen Ethnologen und Dokumentarfilmer, nach Berlin, wo sie seither lebt und ihr soziales, politisches und musikalisches Engagement weiterführt. Heute wird sie national wie international als erste Hip-Hop Queen ihres Landes gefeiert. Zusammen mit Künstlern wie Harry Belafonte, Nile Rogers, Angélique Kidjo u. a. war sie als Künstlerin und Botschafterin zu einem Konzert der UN in New York eingeladen („A tribute to peacekeeping“) sowie von Damon Albarn zum Festival Africa Express nach Paris.
„(…) besticht das Album durch seine elegante Machart und seine entspannte, zuweilen fast melancholische Stimmung (…) ,wir sprechen
nicht über die gleichen Sachen‘, stellt sie mit Blick auf den US-Hiphop fest. ,Wir rappen nicht über das schöne Leben, sondern über unseren
Alltag und die Armut.‘“ (taz.de)
„Ihre Songs spiegeln die reichhaltige Kultur des westafrikanischen HipHop, in der sich westliche und afrikanische Einflüsse vereinen.“ (jungle-world.com)
„Mit einer gelungenen Mixtur aus Rap, HipHop und Afro-Pop gelingt ihr der Anschluss an so prominente Landsleute wie Daara J. (…) vereint Reggae, Raggamuffin und Rap. Trotz Pop-Appeal behandelt ihr Sprechgesang auf Wolof, Manding und Französisch auch todernste Themen wie Aids und Genitalverstümmelung.“ (Wolfgang Zwack, Stereo Magazin)
„Eine Geschichte über Kindersoldaten, Bemerkungen zum Islam, ein paar Ratschläge für ihre Cousine, ein adaptierter Kinderreim und ein Preislied auf ihren eigenen Style. Das sind selbst für ein Rapalbum gewichtige Themen (…) Für Rap als Weapon of Choice hat sie sich damals unter dem Einfluss von Monie Love und Missy Elliot entschieden.“ (Eric Mandel, Jazzthing/Bluerhythm)



