Conference of the Birds / Bürger and the Prettyboys
30. Juli – 20:00
Doppelkonzert: “zappaesk - valentinesk … wild & groovy“
Conference of the Birds (Deutschland)
“United Jazz- and Rockensemble Würzburg“
Bereits vor zwei Jahren war ein Ensemble Würzburger Musiker mit einem Clapton-Projekt auf der Hafenbühne zu sehen und zu hören. In diesem Sommer wird nun wiederum ein lokales Ensemble eine Konferenz abhalten und inspiriert von der umfassenden Klangpalette diverser Vogelstimmen, das Hafenbecken mit heterogenem Klangmaterial aus eigener Feder und unterschiedlichen unorthodoxen und ungewöhnlichen Kombinationen von Instrumentierungen beschallen.
Dass dabei auch vor stilistischen Tabu-Brüchen nicht zurückgeschreckt wird, ist schon durch die äußerst unterschiedlichen individuellen Biografien der einzelnen Musiker wie Georg Kolb, Peter Wirth, Jochen Volpert, Werner Goldbach, Dirk Rumig, Michael Buttmann und Carola Thieme absehbar. Leszek Zadlo, der polnische Bläser mit internationalem Renommee (Dexter Gordon, Friedrich Gulda, Bill Elgart, Joachim Ernst Berendt, Volker Kriegel, Michael Naura, Chris Beier,Thad Jones u.v.m.) und auch in Würzburg als Dozent und Professor der Hochschule für Musik eine geschätzte Persönlichkeit wird bei diesem Konzert auf der Hafenbühne auch ein Mitglied des Ensembles sein. Ein weiterer Gast ist Ralph Stövesandt, dessen Singende Säge als Instrument (klanglich vergleichbar dem Theremin) ohne Zweifel eine hohe atmosphärische und emotionale Qualität besitzt (und zusätzliche Besucher wie Delphine und Wale ins Hafenbecken locken wird). Das Zusammentreffen dieses jungen Ensembles gestandener Musiker aus Würzburg verspricht eine mitreißende Weltpremiere zwischen Groove und Improvisation … Und apropos Weltpremiere: Das Gerücht besagt, dass sogar eine bisher unveröffentlichte Jaco-Pastorius-Komposition (bisher nur auf Bootleg hörbar) ausgegraben und neu arrangiert wird!
Bürger and the Prettyboys (Deutschland)
“bizarre, comic and grotesque moods“
Ein Abend mit Panzerballett, La Brass Banda, Fanfare Ciocarlia und Frank Zappa beim Hafensommer? Ganz abgesehen davon, dass für Letzteren die Anreise aus dem Jenseits zu kostspielig wäre, die Erstgenannten uns ja im letzten Jahr beehrten, außerdem die anderen beiden Combos schon in den Würzburger Weinbergen wilderten … Es gibt nur eine Lösung: Bürger and the Prettyboys! Die einfachste und witzigste Variante für diesen Abend – die Band, die die prägnanten Merkmale der Genannten vereint und dabei auch noch eine eigene bahnbrechende Stilrichtung kreiert.
Der preisgekrönte Gitarrist und sein auf allen Positionen optimal besetztes 9-Mann-Ensemble ist live eine Bank. Arrangements, wie sie punktgenauer nicht sitzen könnten, paaren sich mit einer anarchischen Lust am Improvisieren. Daraus resultiert ein Spielwitz, dem sich kaum ein Publikum entziehen kann. Ob man nun Brass, Folklore, Metal oder Zappaeskes bevorzugt: Die Prettyboys haben für alles eine Antwort. Was als wilder Haufen erscheint, groovt auf Kommando. Ohrwürmer sind keine Seltenheit. Bürger und seine Boys vollziehen auf der Bühne einen Spagat zwischen grotesker Völlerei und skurrilem Purismus. Coole Hitzköpfe!
„Neben den tonalen Überraschungen sind es die sowohl einstudierten als auch improvisierten kabarettistischen Einlagen, die das Konzert zu einem amüsanten Ereignis machen. (…) Gerade durch diese nonkonformistische Auftrittsweise stellen sich die Prettyboys in dadaistische Tradition und nehmen Bezug zu Karl Valentin.“ (Süddeutsche Zeitung)



