Novalima
1. August – 20:30
Konzert: “Latin-peruvian electronica-crossover“
Novalima (Peru)
Peru ist auch für Liebhaber lateinamerikanischer Musik oft noch ein weißer Fleck auf der musikalischen Landkarte (wieder mal ausgenommen David Byrne, der mit seinem Label Luaka Bop schon vor Jahren die Szene Perus beleuchtet hat). Afro-peruanische Musik und insbesondere Novalima stürmen nun ganz vehement (vielleicht ähnlich erfolgreich wie Werder Bremens Peruaner Claudio Pizarro) in ähnlicher Manier wie das französisch-argentinische Gotan Project oder Ojos De Brujo aus Barcelona die Bastionen der westlichen Pop- und Club-Kultur. Lokale Musikstile paaren sich mit modernen und zeitgemäßen Beats und Grooves, ohne dass der ursprüngliche Charakter der traditionellen Melodien und Rhythmen verloren gehen würde.
Die Shooting-Stars aus Perus Hauptstadt gelten als Schlüsselfiguren einer Bewegung, die musikalische und gesellschaftliche Barrieren aufbrechen. Begonnen vor Jahren als reines DJ-Projekt von vier kosmopolitisch orientierten Künstlern ohne direkten Bezug zur Musik der schwarzen Minderheit, wurde Novalima immer mehr zu einem vitalen Projekt einer raffinierten und tanzbaren Verbindung aus Club-Kultur und der schwarzer Seele der afro-peruanischen Musik ihrer Heimat. Sie verbinden die musikalischen Wurzeln der schwarzen Minderheitsbevölkerung Perus mit eleganten House-Beats, treibenden Salsa-und Son-Rhythmen und federnden Reggae-Grooves. Mit dem Album „Coba Coba“ (Produzent Toni Economides: u. a. Nitin Sawhney, Da Lata, 4Hero) erreichte die Band im April 2009 Platz eins der World Music Charts Europe. Ein bisher verdrängtes archaisches Erbe erhebt sich selbstbewusst über freche Grooves und karibische Ausgelassenheit – eine organische und überraschend seelenvolle Verbindung, ohne in die Beliebigkeit der Welt der Elektro-Lounges zu verfallen.
„(…) viele betörende Rhythmen, Tanz- und Gesangsstile. Novalima nähert sich ihnen mit viel Respekt, zwängt sie nicht in sexy Partykleider, in denen sie keine Luft kriegen – wie es bisweilen im Elektro-Tango Usus ist. (…) Für den Gitarristen und DJ Rafael Morales ist die Elektronik hier nur ein Hilfsmittel, ,um etwas Organisches zu schaffen und die Essenz dieser alten Musik nicht zu verlieren.‘ ,Coba Coba‘ zeigt wie gut neue Stilblüten aus Afro-Rhythmen, Funk, Soul, Jazz und Latino-Stilen wie Reggaeton, Salsa, Son oder Bolero auf dem Boden dieser alten peruanischen Tradition gedeihen können.“ (CD der Woche, Funkhaus Europa WDR)
„(…) an involving mix of intricate polyrhythms, haunting vocals and niftily programmed beats.“ (The Independent)
„Peruvian music isn't all Andean pan pipes. Novalima are a cosmopolitan, cutting-edge troupe (…) This third album is a polished fusion borrowing freely from folk, salsa, highbrow poetry and ghetto dancefloor.“ (The Guardian)
„With a fresh and innovative sound that stands on a centuries-old foundation of soul and heritage, Novalima promises to keep Afro-Peruvian expression thriving long into the future.“ (cumbancha.com)
http://www.myspace.com/novalima



